Dienstag, 01. Oktober 2013 Kategorie: 2013/14

Kärcher-Studenten geben ihr Wissen an Schüler weiter: Projektmanagement für die ökumenische Schulgemeinschaft


Seit dem Amoklauf von Winnenden vor vier Jahren gibt es an der Albertville-Realschule eine sehr aktive ökumenische Schulgemeinschaft. Was zunächst als Schicksalsgemeinschaft begann, entwickelte sich rasch zu einer Sinngemeinschaft, zu einem festen Bestandteil des Schulprofils der Albertville-Realschule in Winnenden. Viele Schüler sind begeistert von der Idee, Kirche an ihrer Schule zu haben. Sie planen, organisieren und leiten verschiedene Projekt in der ökumenischen Schulgemeinschaft. Kirche ist plötzlich in ihrer eigenen Schule möglich geworden, sie ist spürbar und erfahrbar in einer mittlerweile breit gefächerten Schulseelsorge.

Der Zulauf der Schüler, die bei dieser Form von Kirche an ihrer Schule mitmachen wollen, ist groß. Die Mitgliederzahl wächst von Jahr zu Jahr. In der ökumenischen Schulgemeinschaft lernen die Schüler christliche Werte kennen und sich mit ihnen im gemeinsamen Miteinander auseinander-zusetzen. Sie arbeiten bei den einzelnen Projekten mit, setzen ihre Talente und Fähigkeiten ein, viele engagieren sich sogar als Projektleiter. Nicht Schulnoten stehen im Vordergrund, sondern der Mensch mit seiner Lebens- und Glaubenswelt. Dies stärkt das Selbstbewusstsein und das Zutrauen der Jugendlichen in ihre eigenen Fähigkeiten.

Dreißig Schülerinnen und Schüler der ökumenischen Schulgemeinschaft wollten nun ihre Erfahrungen im Thema „Projektmanagement“ vertiefen. Zusammen mit Jugendlichen aus den katholischen und evangelischen Kirchengemeinden wurden sie zu einer Schulung direkt zur Firma Kärcher in Winnenden eingeladen.  Einige der Teilnehmer hatten bereits Erfahrungen mit Projekten gesammelt, so z.B. mit dem durchgeführten „Abend für Afrika“ an der Albertville-Realschule, der im nächsten Jahr wieder stattfinden soll.

Zur Unterstützung ihrer Vorbereitungen vermittelten die Kärcher Studenten Sarah Schäfer, Carina Schwenger und Thomas Schäfer deshalb an diesem Schulungsnachmittag, wie man ein solches Projekt professionell angehen kann. In einem Theorieteil machten die drei Studenten, die im nächsten Jahr ihr Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg abschließen werden, die Schüler zunächst mit den nötigen Grundlagen vertraut. Eine ausreichende Zeit- und Finanzplanung, eine gezielte Aufgaben- und Personalplanung, sowie eine allzu oft vernachlässigte Kommunikationsplanung gehören dabei zum wesentlichen Teil der professionellen Projektplanung. Viele der teilnehmenden Schüler hörten zum ersten Mal Begriffe wie „Stakeholders“, „Budgetierung“ und „Evaluation“. Nach kurzen theoretischen Einführungen stand immer sofort  die Umsetzung des erworbenen Wissens in der Praxis an. In Gruppen bereiteten die Schüler das Projekt „Afrikafest 2014“ vor – inklusive Aufgabenverteilung, Zeitplan und Fristen.

„Wir haben an diesem Nachmittag viel dazu gelernt, vor allem das richtige Planen und  Organisieren von Projekten“, sagt Tristan aus der Klasse 10.

„ Für mich war vor allem auch das freie Vorstellen unserer Projektplanung eine Herausforderung, die mir sehr viel gebracht hat und deren Wichtigkeit bei Projekten mir bei dieser Schulung sehr verdeutlicht wurde.“

Sarah Schäfer, Carina Schwenger und Thomas Schäfer waren begeistert von dem Engagement der jugendlichen Gruppen- und Projektleiter. Es war zu spüren, dass die Kooperation zwischen der ökumenischen Schulgemeinschaft und der Firma Kärcher ihre ersten Früchte trägt und jeder vom anderen profitieren kann. Kärcher wird die Schülergemeinschaft auch  in Zukunft tatkräftig unterstützen im professionellen  Austausch und im gegenseitigen Dialog. Ein sicherlich gelungenes Vorzeigemodell von Wirtschaft und Schulseelsorge im Kontakt.    

 

Heinz Rupp

(kath. Religionslehrer an der Albertville-Realschule in Winnenden)

 


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